1 Mai 2020

Kurzarbeit: Arbeitnehmer in Kurzarbeit sollen mehr Geld erhalten

Die Bundesregierung will das Kurzarbeitergeld aufstocken. Am 22. April 2020 einigte sich der Koalitionsausschuss auf die Erhöhung. Derzeit haben über 700.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. 

Bereits am 16. März 2020 hatte die Bundesregierung den Zugang zum Kurzarbeitergeld rückwirkend zum 1. März erleichtert. Unternehmen konnten direkt zu Beginn der Corona-Krise Kurzarbeit beantragen. 

Regelungen ab 1. März 2020

  • Nur noch 10 % der Beschäftigten im Betrieb müssen vom Arbeitsausfall betroffen sein (statt wie zuvor ein Drittel), damit Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen werden kann.
  • Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge, die sie für die Kurzarbeit zahlen müssen, in voller Höhe. 
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer: Auch Zeitarbeitsunternehmen können bereits jetzt einen Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit anzeigen.
  • Es müssen keine negativen Arbeitszeitsalden mehr aufgebaut werden, um Kurzarbeit zu nutzen: Bisher mussten Betriebe, um Kurzarbeit zu vermeiden, möglichst Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen nutzen.

Ab 22. April 2020 sollen diese Regelungen gelten

  • Das Kurzarbeitergeld wird erhöht, und zwar abhängig von der Dauer der Kurzarbeit. Bisher zahlt die BA bei Kurzarbeit 60 % und für Eltern 67 % des Lohnausfalls.
  • Ab dem vierten Monat des Bezugs soll das Kurzarbeitergeld für kinderlose Beschäftigte, die derzeit um mindestens 50 % weniger arbeiten, auf 70 % und ab dem siebten Monat des Bezugs auf 80 % des Lohnausfalls erhöht werden.
  • Bei Beschäftigten mit Kindern, die derzeit um mindestens 50 % weniger arbeiten, beläuft sich die Erhöhung ab dem vierten Monat des Bezugs auf 77 % und ab dem siebten Monat des Bezugs auf 87 %.
  • Diese Erhöhungen gelten maximal bis 31. Dezember 2020.

Stand: 1. Mai 2020 

Autorin: Birgit Ennemoser, Geschäftsführerin Personal Services, Auren Stuttgart

Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne
Dr. Lubormir Guedjev, Auren Frankfurt; Günter Mohr, Auren München; Birgit Ennemoser, Auren Stuttgart; Dagmar Baumbach, Auren Waldshut-Tiengen

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Foto: Adobe Stock, Martin

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